Die Müll AG
- Publisher: Bunny & Gnome GbR
- Veröffentlichungsjahr: 2014
- Plattform: Android, iOS, Windows
- Geeignet für: Ab Klasse 3
- Fachbezug: Sachunterricht
- Weitere Ideen bei "Games im Unterricht" (LFK): https://games-im-unterricht.de/games/die-muell-ag
Was passiert eigentlich mit unserem Abfall, nachdem er in der Tonne verschwunden ist, und warum ist es wichtig, ihn richtig zu trennen? Die Müll AG macht diese oft unsichtbaren Prozesse erfahrbar und rückt die Bedeutung von Mülltrennung und Recycling in den Mittelpunkt.
In dem Spiel verschlägt es die Spielenden auf einen fernen Planeten, der sich um die Entsorgung und Weiterverarbeitung von Abfall kümmert. Dieser wird von liebevoll gestalteten und humorvollen Monstern bewohnt, die jeweils für eine bestimmte Art von Abfall zuständig sind. Jedes Monster kümmert sich mit einer eigenen Mülltonne um eine bestimmte Aufgabe – vom Verarbeiten des Biomülls über Altpapier bis hin zu Rest- und Wertstoffen – und gibt dabei Einblicke in die Abläufe der Trennung und des Recyclings. Aufgabe der Spielenden ist es, den ihnen auf einem Fließband in mehreren Runden zugeteilten Müllberg den richtigen Tonnen zuzuordnen.
Zu Beginn können sie zwischen einem Endlos- und einem Abenteuermodus wählen. Im Endlosmodus liegt der Fokus auf dem schnellen und korrekten Trennen von Müll. Im Abenteuermodus ist das Trennen spielerisch integriert, um aufeinander aufbauende Herausforderungen und Aufgaben zu meistern. So finden die Spielenden beispielsweise Materialien durch Sortieraufgaben, um Anlagen zu reparieren und Stromausfälle zu beheben. Zwischen all den Abfällen stoßen sie zudem auf eine Schatzkarte zu einem geheimnisvollen Ziel auf dem Planeten, deren Bedeutung sich ihnen erst nach und nach erschließt.
Werden die Spielenden das Geheimnis des Müllplaneten entschlüsseln?
Das Spiel Die Müll AG eignet sich aufgrund seiner klaren inhaltlichen Ausrichtung auf das Thema Mülltrennung und dessen spielerische Umsetzung besonders gut für den Einsatz im Sachunterricht ab Klasse 3.
Ein zentrales Einsatzpotenzial des Spiels liegt in der Vermittlung von grundlegendem Sachwissen zu Abfallarten und zur richtigen Mülltrennung. Dabei ermöglichen klar strukturierte Aufgaben einen niederschwelligen Zugang zum Thema und verbinden sachliches Lernen mit spielerischem Entdecken. So wird das Prinzip der Trennung nicht nur erklärt, sondern auch praktisch eingeübt: Die Spielenden bekommen immer wieder unterschiedlichen Müll auf einem Fließband vorgelegt und müssen ihn den richtigen Tonnen zuordnen. Im Abenteuermodus steigt dabei der Schwierigkeitsgrad sukzessive an. Wohin gehören nochmal Backpapier, alte Felle, beschichtetes Geschenkpapier oder Styropor und vor allem warum? Bei Unsicherheiten helfen die Monster, die den verschiedenen Müllsorten zugeordnet sind (Biomüll, Altpapier, Wertstoffe und Restmüll), mit leicht verständlichen Informationen und Tipps. Im Unterricht können darauf aufbauend die im Spiel vorkommenden Abfallarten mit den Schüler*innen besprochen und mit solchen verglichen werden, die ihnen aus dem eigenen Alltag bekannt sind. Durch handlungsorientierte Aufgaben kann das Wissen zur Mülltrennung zudem gefestigt und erweitert werden. So bietet es sich an, Monster-Steckbriefe anzufertigen, in denen diese mit ihren Aufgaben und der ihnen zugeordneten Müllart beschrieben werden. Die Schüler*innen überlegen sich daraufhin, welcher Müll bei ihnen zu Hause regelmäßig anfällt und welchem Monster sie diesen zuordnen würden. Zur Vertiefung können die Lernenden eigene Müllmonster für weitere Abfallarten (z.B. Sondermüll, Elektroschrott, Altkleider) entwerfen.
Das Spiel eignet sich darüber hinaus, um die Bedeutung und Notwendigkeit der Mülltrennung für Gesellschaft und Umwelt zu thematisieren. Im Abenteuermodus ist die Mülltrennung eng mit dem Spielfortschritt verknüpft: Der Abfall muss richtig getrennt werden, um Materialien zu gewinnen, Anlagen zu reparieren oder weitere Aufgaben auf dem Planeten zu lösen. Dadurch wird deutlich, dass Mülltrennung eine Voraussetzung für funktionierende Abläufe ist und nicht nur eine formale Regel darstellt. Diese Spielmechanik kann im Unterricht aufgegriffen werden, um gemeinsam zu erarbeiten, warum Mülltrennung wichtig ist und welche Folgen falsche oder fehlende Trennung haben kann. In diesem Zusammenhang bietet sich das Spiel auch als Vorbereitung auf eine Exkursion zu einer Mülldeponie oder zu einem regionalen Entsorgungsbetrieb an. Ausgehend von der Spielerfahrung kann thematisiert werden, dass es in der Realität keinen eigenen Müllplaneten gibt, der den Abfall übernimmt, sondern dass Entsorgung und Recycling vor Ort organisiert werden müssen. Die Lernenden können dabei vergleichen, wie Müll im Spiel verarbeitet wird und wie dies in ihrer Region konkret geschieht. Auf diese Weise lässt sich nicht nur das Verständnis für Umweltzusammenhänge fördern, sondern auch die Auseinandersetzung mit realen Entsorgungsprozessen.

