Zu Beginn ist Nichts: „There is nothing.“ steht dort in schwarzer Schrift auf weißem Grund. Dieses Nichts können wir mit einem Klick auf „Solve“ überwinden. Aber auch wir sind zuerst nicht da, dies können wir mit einem erneuten Klick auf „Solve“ lösen und schon bald existieren wir, nur ausgestattet mit Hoffnung, Körper und einem Leben. Und dann beginnt schon der Ernst des Lebens.

Das textbasierte Browserspiel Drowning in Problems des Minecraft-Entwicklers Markus Persson aka Notch führt die Spielenden durch das Leben eines Menschen von der Geburt bis zum Tod. Die Spielenden sind zunächst Kleinkind, dann Teenager, sie werden Erwachsen und sterben am Ende. Auf diesem Weg sammeln die Spielenden Erinnerungen, Erfahrungen, Wissen, Freunde und Liebe, aber auch Arbeit, Geld und Stress. Die stetige Konfrontation mit den Problemen des Lebens – einem, wie der Titel des Spiels verrät, Ertrinken darin – führt im Spiel unweigerlich zu Bitterkeit und lässt den Menschen das Gewicht des Lebens spüren. Eine Situation, die sich nicht aus der Welt schaffen, nur akzeptieren lässt. Die Akzeptanz dieses Schicksals ist der letzte Schritt, bevor die Spielenden ihrem eigenen Tod gegenübertreten.