ODDADA
- Publisher: Sven Ahlgrimm, Mathilde Hoffmann, Bastian Clausdorff
- Veröffentlichungsjahr: 2024
- Plattform: Windows, macOS
- Geeignet für: Ab Klasse 3
- Fachbezug: Musik
Wer hat nicht schonmal darüber nachgedacht, ein eigenes Musikstück zu komponieren – und das ganz ohne Notenlesen oder musiktheoretische Vorkenntnisse? Endlich ist es so weit: Genau das wird in ODDADA möglich!
ODDADA ist ein innovatives und intuitives Musikspiel, das die kreative Ader der Spielenden wecken soll. Im Spiel wird eine breite Palette an Instrumenten, Alltagsgegenständen und klangvollem Spielzeug geboten, um daraus einzigartige Musikstücke zu komponieren. Spieler*innen können etwa durch das Verschieben von Objekten oder das Betätigen von Hebeln auf eine melodische Reise gehen, die an das Experimentieren mit Klängen und Musik im eigenen Kinderzimmer erinnern kann, wenn sie etwa Bausteine auf die Pfeifen einer Orgel setzen und anschließend die Tasten betätigen. Begleitet von einer charmanten Spielzeugeisenbahn begeben sie sich von Station zu Station und werden dort dazu eingeladen, neue Soundsamples zu erstellen: Ein digitales Aufnahmegerät im Retro-Stil ermöglicht den Spielenden, ihre Tracks auf einer virtuellen Kassette aufzunehmen. So entsteht durch das Zusammenwirken der verschiedenen Töne Stück für Stück eine Klangkulisse, welche die Spieler*innen am Ende zu einem finalen Musikstück verknüpfen können.
Welche einzigartigen Klangwelten werden entstehen, wenn die zahllosen Möglichkeiten von ODDADA erkundet werden? Es ist an der Zeit, eine musikalische Reise zu starten und selbst – wortwörtlich – Komponist*in zu spielen.
ODDADA bietet Möglichkeiten, verschiedene Kompetenzen im Fach Musik ab der dritten Klassenstufe spielerisch zu fördern. Das Spiel unterstützt die Schüler*innen dabei, zentrale musikalische Fähigkeiten wie das Gestalten, das Hören sowie das strukturelle Verstehen von Musik zu entwickeln und niedrigschwellig anzuwenden. Das Spiel zeichnet sich durch eine einfache Steuerung und eine Kreativität betonende Herangehensweise an die Produktion von Musik aus, die es Schüler*innen unabhängig von ihrem musikalischen Vorwissen ermöglicht, mit Musik zu interagieren und sich musikalisch auszudrücken. Das simple, niedrigschwellige Spieldesign, das ganz ohne erklärende Texte auskommt, macht das Spiel zudem bereits für Grundschüler*innen zugänglich.
ODDADA eignet sich für die Anregung musikbezogener Gestaltungs- und Erlebensprozesse der Schüler*innen. Durch das intuitive Bedienen der verschiedenen Instrumente und Gerätschaften in ODDADAlernen die Schüler*innen, Musik selbst zu gestalten. Sie haben dabei die Möglichkeit, mit großer Freiheit zu experimentieren und ihre musikalische Kreativität auszuleben. Im Unterricht können Schüler*innen mit ODDADA eigene Musikstücke komponieren, ohne dass sie zuvor zwingend Notenkenntnisse besitzen müssen. Jeder Spieldurchlauf ist dabei individuell anders und gestaltet sich anhand mehrerer Stationen, an denen Spieler*innen etwa kleine Häuser in eine Landschaft setzen oder Bausteine auf eine Spieluhr stecken, um verschiedene Noten zu erzeugen. Der immer wieder andere Spielverlauf kann zum Anlass genommen werden, um etwa in Gruppen an den verschiedenen Stationen des Spiels Sounds zu generieren und sich anschließend die Ergebnisse gegenseitig zu präsentieren, was die Kreativität stärken und die Vielfalt der Möglichkeiten sichtbar machen kann. Durch das spielerische Ausprobieren und das Anhören der vorgenommenen Änderungen können die Schüler*innen lernen, wie verschiedene Klänge und Rhythmen zusammenwirken, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Auf diese Weise kann das Spiel die Freude am musikschaffenden Prozess fördern und den Schüler*innen ermöglichen, ihre individuellen musikalischen Ausdrucksweisen zu entdecken und zu entwickeln.
Indem ODDADA die Spieler*innen mit unterschiedlichen Instrumenten und Klangoptionen experimentieren lässt, werden sie dazu angeregt, musikalische Herausforderungen zu meistern. Sie treffen Entscheidungen, welche Klangelemente in das finale Stück integriert werden sollen und lernen dabei, die Wirkung musikalischer Gestaltungsmittel zu bewerten und weiterzuentwickeln. Ein Beispielprojekt kann sein, dass die Schüler*innen zu einem von der Lehrperson vorgegebenen Thema (z. B. „Ein Spaziergang am See“) eine Klanglandschaft entwerfen und erklären sollen, warum sie welche Instrumente und Geräusche gewählt haben, um die gewünschte Atmosphäre zu erzeugen.
ODDADA kann in diesem Zusammenhang zudem genutzt werden, um Fähigkeiten des präzisen Hörens und strukturellen Verstehens von Musik bei den Lernenden auszuprägen. Während des Spielens entdecken die Schüler*innen, wie einzelne Klänge zu komplexen Kompositionen kombiniert werden können. Das Spiel schult ihr Gehör, indem sie Klangveränderungen und deren Auswirkungen auf das Musikstück analysieren. Die Feinabstimmung der Instrumente im Spiel kann das implizite Verständnis von Tonhöhen, Harmonien und Rhythmusstrukturen der Schüler*innen fördern. Ergänzend bietet es sich an, dass die Lehrkraft mit passenden Aufgabenstellungen einen zusätzlichen Fokus auf das genaue Hören legt, indem sie die Schüler*innen etwa die Unterschiede zwischen zwei erstellten Melodien analysieren und anschließend diskutieren lässt, welche Veränderungen sie vorgenommen haben, um ein bestimmtes musikalisches Ziel zu erreichen. Solche Analyseaufgaben können die intensive Auseinandersetzung mit Musik und die Ausprägung des individuellen musikalischen Gehörs fördern. Ausgehend von den Vorgehensweisen und Erlebnisberichten der Lernenden können zudem Konzepte wie Akkorde, Harmonien oder Tonarten niedrigschwellig besprochen und durch das interaktive Ausprobieren explorativ erfahrbar gemacht werden.
Durch das Spiel kann außerdem das Präsentieren und wertschätzend-konstruktive Bewerten von musikalischen Produkten erprobt werden. Am Ende jedes Spieldurchlaufs können die Schüler*innen ihre selbst gestalteten Stücke beispielsweise in Kleingruppen präsentieren und mit ihren Mitschüler*innen reflektierend über die unterschiedlichen Kompositionen diskutieren. Lehrkräfte können die Schüler*innen dazu anleiten, konstruktives und kriteriengeleitetes Feedback zu den Arbeiten ihrer Mitschüler*innen zu geben und die vielfältigen Ausdrucksformen im musikalischen Dialog zu reflektieren. Dies kann nicht nur die Fähigkeit fördern, die eigene Freude an Musik argumentativ zum Ausdruck zu bringen, sondern auch dazu anregen, musikalische Werke und ihre Wirkung auf sich selbst und andere zu reflektieren und die eigene Meinung anhand konkreter Hörerlebnisse und musikalischer Elemente begründet zu vertreten.
Durch die unterschiedlichen Stationen und die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der Musikstücke können sich die Schüler*innen in ihrem eigenen Tempo mit musikalischen Wirkungsweisen beschäftigen. Da die Spieler*innen das Spiel ihrem individuellen Niveau entsprechend spielen, kann die Lehrperson die Erarbeitungsprozesse flexibel gestalten und den Schüler*innen Freiraum bieten, sich musikalische Prinzipien im eigenen Tempo zu erschließen, wodurch eine Möglichkeit zur inneren Differenzierung geboten wird. Dies kann zudem die intrinsische Motivation und das Engagement der Lernenden im Musikunterricht fördern.

